Bali , eine flache Insel mit Palmen gesäumten, weißen Sandstränden an denen es sich wunderbar träumen lässt - so sieht Bali sicher nicht aus ! Vulkane bis zu 3142 m hoch, schwarzer Lavasand, große Reisfelder und ein Verkehrssystem das einen zur Verzweiflung bringt - das ist Bali.
Doch das ist lang nicht alles, die Insel will erkundet werden. Wer seinen Urlaub nur am Strand verbringt wird enttäuscht sein, doch dazu später mehr. Die Anreise ist lang, einen Direktflug gibt es nicht. Wenn nach 16 Stunden im Flugzeug, mit umsteigen in Bangkok, Singapur oder Kuala Lumpur, die Maschine zur Landung ansetzt, ist die Freude und Erleichterung groß. Doch die Erholung beginnt noch nicht. Verbringt man seinen Urlaub nicht gerade auf Jimbaran oder Nusa Dua auf der Halbinsel Bukit, so lenkt der Fahrer das Auto hupend durch viel zu enge Straßen Richtung Norden. Bis Lovina Beach sind mehrere Stunden Fahrt notwendig, daß liegt nicht an der großen Entfernung, sondern an Einbahnstraßen, sehr schlechten Straßen und an zu vielen Autos, Motorrollern, Fahrrädern oder einer durch´s Dorf ziehenden Prozession (wovon jeden Tag mindestens eine stattfindet), sowie an Hühnern die ihren Weg kreuzen.
Zugegeben, die ersten Eindrücke entsprechen nicht unbedingt der Vorstellung eines jeden Urlaubers und so manch einer überlegt insgeheim schon, ob Bali wohl die richtige Entscheidung war ... dennoch, oder auch gerade deswegen, genießen Sie Ihren Urlaub auf der Insel der Götter. Tauchen Sie ein, in eine Welt die so ganz anders ist, als wir es gewohnt sind. Um die Insel zu erkunden mieten Sie ein Auto, oder noch besser einen Fahrer mit Auto. Lassen Sie sich die einmalig schönen Reisterassen von Munduk zeigen, Kaffeebüsche, Kakao- und Nelkenbäume oder Pflanzen wie den 2 m hohen wildwachsenden Weihnachtsstern, den man bei uns nur als kleine Topfpflanze kennt, sowie üppige Hortensien. Genießen Sie ein Bad in den 36 °C heißen Quellen von Banjar und wenn Sie schon dort sind fahren Sie weiter zum Brahma Vihara, zum einzigen buddhistischen Kloster auf Bali. Fahren Sie hinauf zum Gunung Batur, ein 1717 m hoher und noch aktiver Vulkan, der schon durch seinen riesigen Krater mit einem Durchmesser von über 10 km und dem darin befindlichen See Danau Batur einen Besuch wert ist. Lieben Sie es größer und haben entsprechende alpine Erfahrung, besteigen Sie den Gunung Agung, 3142 m hoch und der heiligste Berg der balinesischen Hindus, beheimatet das größte Heiligtum der Insel, den Muttertempel Beskih. Besuchen Sie, möglichst für mehrere Tage Ubud, das kulturelle und künstlerische Zentrum Balis.
Nach soviel neuen Eindrücken verspürt so mancher das Bedürfnis einen Strandtag einzulegen. Heller Sandstrand findet sich im Süden, z.B. entlang des Kuta Beach, dort lassen sich Liegen und Sonnenschirme mieten, jedoch wenig Ruhe finden. Unentwegt werden Sie zum Kaufen animiert: Holzschnitzereien, Sonnenbrillen, Sarongs, T-Shirts, Silberschmuck und Uhren ... aber auch Massage, Maniküre, Pediküre werden zu einem „good price“ angeboten. Ein Grund „abzutauchen“. Dies lässt sich natürlich auch auf Bali, wenn auch nicht ganz so mühelos wie z.B. auf den Malediven. Die wenigen Tauchplätze sind auf der Insel verstreut und es Bedarf, je nachdem wo man wohnt, eines 1 stündigen oder noch längeren Anfahrtswegs. Doch es lohnt sich, vor allem wenn man „Winzlinge“ wie Nachtschnecken, Bärenfangkrebse, Garnelen und Anemonenfische liebt. Aber auch Wrackliebhaber kommen auf Ihre Kosten. Vor Tulamben, nur wenige Meter vom Ufer entfernt, liegt ein wunderschön bewachsenes US-Handelsschiff, welches im 2.ten Weltkrieg von japanischen U-Booten torpediert wurde. Als Highlight gilt die Insel Menjangan im Nordwesten, eine von Korallenriffen umgebene Insel. Wer Glück hat sieht auch schon mal eine vorbeiziehende Delphinschule.
Beeindruckend ist nicht nur die Insel über und unter Wasser, sondern auch ihre Menschen, ihre tiefe Religiosität im Glauben an Götter und Dämonen, ihre hervorragenden künstlerischen Fähigkeiten und ihr Lächeln das geradezu ansteckend ist. Viel ließe sich noch über Bali und seine Bewohner erzählen, doch erleben Sie es selbst...
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