Erinnern Sie sich an „Pretty Woman“? Daran was Richard Gere in der Oper Julia Roberts zuflüsterte? Entweder man liebt die Oper oder man hasst Sie. Nun werden Sie sich fragen: was hat das mit Thailand zu tun? Genauso verhält es sich mit Bangkok, der Hauptstadt Thailands. Man liebt die Stadt oder man hasst sie, es gibt nichts dazwischen.
Krung Thep, oder Stadt der Engel wie Bangkok aus dem thailändischen übersetzt genannt wird, ist jedoch nicht nur für eine Zwischenlandung gut, sondern ein Muss für jeden Asienbesucher. In keiner anderen Stadt sind die Gegensätze größer: prunkvolle Paläste und Tempel neben schäbigen Hütten, andächtige Ruhe samt ohrenbetäubendem Getöse gepaart mit 24 Stunden Hektik, 5* Restaurants gegenüber Garküchen (sollten Sie probieren!) und Nobelhotels zwischen sehr bescheidenen Unterkünften. Kurzum eine faszinierende Stadt, in der das TukTuk das schnellste, wenngleich nicht immer das sicherste Fortbewegungsmittel, ist. Unverzichtbar ist eine gute Karte um im Wirrwarr der Straßen nicht den Überblick zu verlieren. Sicherlich ist (fast) jeder Thai auskunftsbereit, aber alle Straßen und Sehenswürdigkeiten kennen er/sie auch nicht. Um nicht das Gesicht vor dem „farang“, dem Ausländer, zu verlieren passiert es oft, dass Ihnen irgendein Weg gezeigt wird, da man nie zugibt etwas nicht zu wissen. Nicht ärgern, der Wille war da und schließlich werden Sie nirgendwo sonst so höflich und lächelnd in die Irre geleitet wie in Thailand.
Ach ja, Sie haben es sicher schon geahnt – wir lieben Bangkok. Nicht immer erschließt sich die Schönheit Thailands auf den ersten Blick, oft muss man sich auf eine spirituelle Reise begeben. Bangkok bildet da keine Ausnahme; so auch Chiang Mai – die Rose den Nordens – will erkundet werden, am besten zu Fuß oder mit dem Moped. Alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen ist unmöglich. Keinesfalls entgehen lassen sollten Sie sich den Nachtmarkt (vermutlich der größte in ganz Asien), neben dem der Nachtmarkt in Bangkok wie eine Miniaturkopie wirkt. Mittlerweile ein halber Quadratkilometer groß und unmöglich in einer Nacht zu durchqueren,findet sich hier alles - vom außergewöhnlichen Kunsthandwerk bis zur (selbstverständlich kopierten) Rollex. Auch wenn es verlockend ist, bleiben Sie nicht in Chiang Mai hängen, machen Sie sich auf den Weg Richtung Goldenes Dreieck. Touren, ein- und mehrtätige, werden zuhauf angeboten. Vom günstigsten Angebot ist jedoch abzuraten, außer Sie haben Spaß daran von einem Souvenirstand (-dorf) zum Anderen gekarrt zu werden. Nehmen Sie sich einen Guide, mit Auto und Fahrer wenn Sie den Norden Thailands erkunden wollen. Dies ist nur geringfügig teurer und beschert Ihnen unvergessliche Tage.
Das Goldene Dreieck selbst können Sie jedoch getrost auslassen. Alles was es zu sehen gibt ist der (dreckige) Mekong an dessen Ufer sich ein Souvenirstand an den anderen reiht und ein winziges Stück von Laos und Myanmar (das frühere Burma). Eine Bootsfahrt mit einem „Longtail“ wird Ihnen sicher angeboten – verzichten Sie. Wer schon einmal eine Fahrt in einem Longtail hinter sich brachte weiß warum. Die langen, schmalen Langschwanzboote mit mehrreihigen Holzbänken rasen, angetrieben von einem Dieselmotor mit ohrenbetäubendem Lärm, über das Wasser. Sehen werden Sie dabei nicht viel. Vom Boot aus können Sie den Bau eines Casinos(mittlerweile vermutlich fertiggestellt) auf der burmesischen Seite „bewundern“. Ein Stück Laos dürfen Sie sogar betreten. Jedoch ist das einzige was Sie von Laos zu sehen bekommen ein kleines unbewohntes Dorf, welches einige Souvenir- und Ess-Stände beheimatet, allenfalls lohnenswert um den Daheimgebliebenen eine Postkarte mit Laos-Marke und -Stempel zu verschicken. Lohnenswerter ist dagegen das Städtchen Mae Sai, nördlichster Punkt Thailands und Grenze zu Myanmar, Trekking in den Urwäldern und ein Besuch in den Bergstammdörfern. Sollten Sie sich dabei alleine auf den Weg machen, achten Sie darauf, nicht versehentlich über die burmesische Grenze zu kommen!
Der Süden Thailands lädt, im Gegenzug zum Norden, zum Nichtstun ein und beeindruckt mit ganz anderen Schönheiten, paradiesische Strände und ein badewannen-warmer Ozean, den man am liebsten nicht mehr verlassen möchte. Ob man sich für die Ostseite, also den Golf von Thailand, oder die Westseite, die Andaman-See entscheidet hängt zum einen von der Jahreszeit ab und davon ob man zum Tauchen nach Thailand kommt. Von November bis Februar gießt, besser gesagt schüttet, es an der Ostküste (Nordost-Monsun), von Mai bis September an der Westküste (Südwest-Monsun). Die nennenswerten Tauchgebiete im Golf von Thailand, also der Ostküste, sind Pattaya, Ko Chang, Chumphon, Ko Samui, Ko Phangan und Ko Tao. Bedingt durch trübes Flusswasser das in den Golf von Thailand fließt und dieser sehr flach ist (60 m – max. 85 m), ist die Sicht nicht besonders, zudem gibt es keine größeren Korallenriffe. Das artenreichere Meeresleben findet sich zweifellos in der Andaman-See.
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